Freitag, 20. November 2009

Monselice

Villa Moulin

Na, das ist doch einmal des Wanderers Lust! Der ganze Weg ist ein Radweg entlang eines Kanals, auf dem früher Waren transportiert wurden.
Unter anderem der Stein, der hier bei Monselice am Monte Rocca abgebaut und mit dem im 18. Jahrhundert der Markusplatz gepflastert wurde. Über weitere Kanäle und Flüsse gibt es Verbindungen bis zur Küste. Der Weg führt auf der einen Seite an einem nicht endenwollenden Industriegebiet vorbei (oder sind es mehrere?), auf der anderen Seite weite Landschaft, in der unvermittelt aus dem Dunst (dabei war für heute Sonne angesagt) die Euganeischen Hügel auftauchen.
Hier gibt es Thermalquellen und dadurch einige Orte, die gut mit Hotels versorgt sind.

Monselice gehört nicht dazu. Aber dieser Ort atmet Geschichte, wie man so schön sagt, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt und der eine Nachmittag dafür natürlich zu wenig ist. Ich zeige Euch deshalb einige Bilder und werfe nur einen Spot auf die Geschichte.
Die Pieve di Santa Guistina aus dem 13. Jahrhundert, in der auch Francesco Petrarca Domherr war.
Das Römische Tor ist der Eingang zu einer Pilgerstätte, der mit päpstlicher Bulle von 1605 die gleichen Ablassrechte wie den 7 größten Basiliken Roms zugesprochen wurde, einmaliger Fall dieser römischen Gleichsetzung.
In dieser Kapelle liegen eine ganze Anzahl Heiliger in gläsernen "Schneewittchensärgen" ausgestellt, darunter auch (der Legende nach) der Heilige Valentin. Im Hintergrund die Villa Duodo, deren herrliche Parkanlagen gerade saniert werden.
Seid froh, dass jetzt endlich Essenszeit ist, sonst könnte ich mit den anderen Villen und Kirchen noch stundenlang weitermachen...
Morgen geht es nach Rovigo, leider biegen der Kanal und damit auch der Radweg ab
und ich muss mich auf Straßen durchschlagen, es sind aber nur 21km.
Guten Hunger! Thomas

Donnerstag, 19. November 2009

Antonius und Lukas

Ein Tag volle Kanne Kultur. Außer dem riesigen Palazzo, den ich Euch schon gestern vorgestellt habe, gibt es in Padova zwei Heilige, deren sterblichen Überreste hier ausgestellt werden.
Eine gewaltige Basilka ist dem Sant' Antonio geweiht, dem Antonius von Padua. Seine Zunge und seinen Unterkiefer kann man in der Reliquienkammer sehen, schon ein etwas seltsamer Umgang der Katholiken mit ihren Heiligen. Die Kirche ist gigantisch, voll mit Kunstschätzen, gut besucht und auch während des Gottesdienstes zugänglich. Das hatte heute etwas von Zurschaustellung volkstümlicher Bräuche. Während und ganz besonders nach dem Gottesdienst ziehen die Massen am Sakopharg des Heiligen vorbei.
Nicht weit von ihm entfernt ruht Lukas, der Evangelist in der Kirche Santa Guistina. (Die Kirche steht an einem der größten Plätze, die ich je in einer Stadt gesehen habe.) Lukas liegt hier kopflos, die eine Hälfte seines Schädels liegt in Prag, die andere Hälfte im Panteleimon-Kloster auf dem Berg Athos in Griechenland. In dieser Kirche ist gar nichts los. Kein Mensch außer mir wollte den Heiligen sehen. Neueste Untersuchungen ergaben, dass tatsächlich die drei Teile des Leichnams zu einem Menschen gehörten und dieser etwa 1900 Jahre alt ist (also der Leichnam, nicht der Mensch). Nicht genug mit diesen zwei riesigen Kirchenbauten; es gibt noch eine Kathedrale.
Genau wie in Santa Guistina ist von der ursprünglichen Gestaltung des Kircheninneren kaum etwas erhalten geblieben, Ergebnis der Bombenangriffe von 1944(?), ich habe da nicht nachgeforscht.
Als vierte und kleinste gibt es noch die Kirche der Eremitenbrüder.
Neben der Kirche steht das Museum der Eremitage, in dem man seit heute eine Sonderausstellung über Caravaggio (nur ein Bild!)und seine Jünger sehen kann; außerdem eine archäologische Sammlung, eine Pinakothek und die sensationelle Kapelle des Scrovegni. Enrico Scrovegni ließ diese Kapell ab 1300 neben seinem (nicht erhaltenen) Palazzo bauen, um seinen Vater aus dem Fegefeuer zu erlösen, wohin er wegen Wuchers verbannt wurde. Die gesamte Kapelle ist von Giotto mit Fresken ausgestaltet worden, die fantastisch sind. Normalerweise kann man sich drei Tage im Voraus zur Besichtigung anmelden und muss dann im entsprechenden Zeitfenster erscheinen, da nur 20 Personen gleichzeitig eingelassen werden. Ich hatte Novemberglück und musste nur 20 min auf meinen Besuch warten.
Alles kann man natürlich sehr ausführlich bei Wikipedia nachlesen.
Hier noch etwas ganz anderes von meiner gestrigen Etappe: Man wundert sich in Deutschland ja schon immer über den Schilderwald an den Straßen. Hier nun die italienische Variante davon, auch wenn es auf dem Bils nicht ganz so deutlich wird. Diese Einengung der Straße, die die Geschwindigkeit regulieren soll, wird allen Ernstes auf der gesamten Länge von vielleicht acht bis 10 Metern als Radweg ausgewiesen. Solche Radwege gibt es dann auf beiden Seiten mehrere Male.
Seume in Grimma und unterwegs in Venedig. Da sag' noch mal einer, dass Wandern nicht jung erhält!

Ich gehe jetzt essen und plane dann meine morgige Tour.

Mittwoch, 18. November 2009

Padova


Noch zwei Blicke auf Venedig, obwohl ich glaube, jedes Foto ist von Venedig schon gemacht worden und dann auch noch besser.

Die Skulptur gehört zu einer neuen Kunstsammlung, die sich in exponierter Lage in einem restaurierten alten Salzspeicher präsentiert. Wenn die nicht 20€ Eintritt gewollt hätten, wüsste ich wahrscheinlich sogar noch, wie das Museum heißt.

Die Ponte della Libertà, mehr als 3km Verkehrsstrom, verbindet Venedig mit dem Festland.
Vorgestern habe ich mich zu Fuß auf den Weg aus Venedig gemacht und hatte seit langem mal wieder einen Tag, an dem ich die Wanderschuhe an den Nagel hängen wollte. Schuld daran ist Mestre, das sich mit einer unglaublichen Vielfalt von hässlichen Straßen umgeben hat. Ich hatte schon Mühe (und diverse Verstöße gegen Verkehrsregeln waren von Nöten; zum Beispiel das Überklettern von Leitplanken) um in das Zentrum zu gelangen. Als ich den Weg sah, den ich nun gehen müsste, um Mestre wieder zu verlassen, bin ich auf die Postkutsche umgestiegen. Das Straßengewirr sah aus wie das Autobahnkreuz am Funkturm, nur war hier noch eine Ebene mehr im Spiel. Als ich wieder auf einer normalen Fahrbahn war, ging es zu Fuß weiter.
Die Straße verläuft an der Riviera Brenta entlang, die gesäumt ist von alten Villen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Hier war (und ist, wenn ich der Aussage meiner Rezeptionista in Venedig vertrauen kann) eine der reichsten Gegenden Italiens. Die Häuser sind zum Teil bewohnt, einige werden vom Staat restauriert und einige können zumindest zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Ich habe heute in zwei Villen uniformierte Hausangestellte gesehen, wie man das sonst nur aus dem Film kennt. Auf der einen Seite die Villen, andererseits ein endloser Verkehrsstrom.
Auf der anderen Seite des Flusses ist Ruhe. Das habe ich heute genutzt und bin auf die andere Seite ausgewichen. Erstmals wieder eine richtige Wanderung. Ab Stra gab es sogar einen richtigen Rad- oder Wanderweg auf dem Deich der Brenta. Dann erfolgt wie bei fast allen großen Städten der Einmarsch entlang unendlich erscheinender Ausfallstraßen, die nicht zu den schönsten Gegenden zählen.
Aber dann kommt der Hammer: Paduas Altstadt! Solche überraschenden Nachmittage machen die Tour zu der gewünschten Unternehmung. Ich habe spontan den morgigen Ausflug nach Vicenza mit Besichtigung der Villa Rotonda gestrichen um Zeit für die Stadt zu haben. Für Euch erst einmal nur eine Sache zur Ansicht, weiteres später:
Ich kam heute bei meinem ersten Stadtrundgang am Palazzo della Raggione vorbei, einem riesigen Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, in dessen Obergeschoss früher Gerichtsverhandlungen stattfanden.
Heute ist es eine Ausstellungshalle. Zurzeit wird eine Werkschau der Architektin Zaha Hadid veranstaltet, die offensichtlich jetzt so viel baut, dass wir in den nächsten Jahren eine Vielzahl spektakulärer Bauten erwarten können.
Neben den Gebäuden hat sie auch Schuhe, Möbel und ein Dreirad entworfen.



Bei der Gelegenheit habe ich ein Gebäude von meinem Einmarsch in Wien entdeckt, dass ich nicht unbedingt ihr zugeordnet hätte. Ich war zu faul um nachzuschauen, ob ich die Fotos schon einmal eingegeben habe, deshalb hier zur Erinnerung.
Der Bau in Padua ist jedenfalls sehr beeindruckend.
So, da Ihr offensichtlich alle mit etwas anderem beschäftigt seid (sitzt Ihr alle beim Arzt und wartet auf die Schweinegrippe-Impfung?) und ich Zwiesprache mit Uta halte, erkläre ich die zwei Rätsel für gelöst und zwar von mir!
Der Panzer ist von einer Krabbe, deren Abbild ich in Form einer Dose im Museo Correr in Venedig durch Zufall gefunden habe. Keine Ahnung, wie die Art heißt. Bei dem „Kunstobjekt“ habt Ihr beide, utamosler und Vater Recht und auch nicht: es ist eine Nougat-Krokant-Praline, die ich in einer Kaffeepause in Aquileia genossen habe. Ihr habt einen Museumsbesuch Eurer Wahl gewonnen!
Ich begrüße zwei neue Leser, bei tinagogo tappe ich total im Dunkeln, bei Kerstin tippe ich auf unsere Nachbarn (?). Willkommen, ich freue mich!
Zum Schluss noch drei verschiedene Arten der Behinderung beim In-die-Ecke-Pinkeln, zwei aus Venedig und einer aus Padua:
Als Letztes: In Padua werden auf den Plätzen Weihnachtsbäume aufgestellt und die Geschäfte sind dekoriert. Komisch, daran hatte ich bisher gar nicht gedacht.

Gute Nacht, noch einmal Markusplatz, (21.30 Uhr)! Thomas

Samstag, 14. November 2009

Venezia



Da bin ich also seit nunmehr 5 Tagen wieder auf der Straße und habe mich bis Venedig vorgearbeitet. Gehen wir noch mal zurück nach San Giorgio di Nogaro. Nach der ersten und gut verlaufenen Etappe habe ich auf 20 km erhöht und bin nach Latisana gewandert. Der Weg dahin führte die ganze Zeit auf der ss14. Danach war klar, ich muss den Weg ändern. Die Straße ist deutlich schmaler als zum Beginn und der Verkehr entspricht dem am Stern-Center an den Adventswochenenden. Meine Feindbilder leben wieder auf: Autofahrer und Hunde, oder umgekehrt. Die Reihenfolge wechselt immer, je nach Streckenabschnitt.


In Latisana überquere ich den Tagliamento, der sich hier mit einem sehr schmalen Flussbett begnügt im Vergleich zu dem riesigen Überflutungsareal im Norden, das ich aus dem Bus gesehen habe. Von Latisana aus gehe ich wieder an die Küste, Càorle ist das Ziel.

Der Weg dahin sind zwar fast 30 km aber entlang der ss14 hätte ich auch 28 km laufen müssen.


Nach Càorle geht es erst 3 Stunden auf einer untergeordneten Landstraße, deren Verkehrsaufkommen aber nur unwesentlich geringer ist. Das Foto täuscht.

Dafür geht es dann entlang eines Hochwasserdeiches bis zum Fluss Livenza. Kurz vor dem Ort nimmt der Verkehr schlagartig zu, in beide Richtungen. Ich komme mir vor wie in der "Truman-Show", als die Autos Truman am Wegfahren hindern sollen und die Straße blockieren.

Càorle hat eine malerische Altstadt. Ich esse zum zweiten Mal in einem Restaurant wie die Italiener zwei Gänge und werde den Rest der Wanderung darauf verzichten. Das Essen ist ganz ordentlich, aber den Preis bin ich nicht noch einmal bereit zu zahlen.


Fischfang an der Piave kurz vor Jesolo
Gestern ging es sehr entspannt auf Rad- und Feldwegen nach Lido di Jesolo, wo man zwei Stunden an vernagelten Hotels, Campingplätzen und Ferienanlagen vorbeiläuft.

An allen Ecken wird ausgebessert, saniert, um- oder neugebaut. Dabei entstehen exklusive Anlagen.


Richard Meier hat das Jesolo Lido Village entworfen. http://www.jlv.it/



Von den Hotels haben tatsächlich 2 geöffnet. Da freut sich der Thomas und sieht über den großflächigen Schimmelbefall in den Räumen hinweg und hofft auf das Ausbleiben von Folgeschäden.


Blaue Stunde am Strand von Jesolo.

Heute ging ich nach Punta Sabbioni, der Weg dahin führt 10 km nur an Campingplätzen entlang, die natürlich auch alle verrammelt sind. Trotzdem herrscht Verkehr wie zur Hochsaison. Der Verkehr ist mir ein echtes Mysterium, vielleicht kann ich das noch ergründen. Ich arbeite gerade an einer Typologie der Autofahrer, die einem Wanderer ausweichen müssen. Wenn ich damit fertig bin, wird das ein ganz eigener Post.

Nun also Venedig. Die Stadt ist voll, unglaublich voll. Am Hotel angekommen, werde ich an ein anderes verwiesen, man hat wohl ein Problem mit dem Zimmer. Ich hoffe, das ist bis morgen beseitigt, wenn ich aus dem Hotel Casanova zurückkehre. Im Casanova kann ich immerhin kostenlos ins Internet und den neuen Post stellen. Das andere Hotel möchte 5€ pro Stunde.



Blick von der Rialtobrücke in beide Richtungen


Am Donnerstag der kommenden Woche bin ich in Padua und melde mich dann.




Da der große Begeisterungssturm ausblieb, als ich wieder auf die Piste gegangen bin und offensichtlich niemand herausgefunden hat, um welches Krebsgetier es sich handelte, habe ich für heute ein leichtes Rätsel vorbereitet. Ihr sollt nur raten, was auf dem Foto zu sehen ist. Wer am dichtesten dran oder besonders originell ist oder es gar errät, hat gewonnen. Also frisch ans Werk, ich mache erst mal zwei Tage Kultur.

Viertel 10, ich geh' ins Bett. Gute Nacht! Thomas






Dienstag, 10. November 2009

San Giorgio di Nogaro

On the road again...
...diesmal mit gut sichtbaren Alpen am Horizont
Wenn das kein Restart wie aus dem Bilderbuch war! Strahlend blauer Himmel, fast zu warm für meinen leichten Fleece-Pullover und die Kombination aus strada statale (gehobene Landstraße mit sehr breitem Randstreifen) zu 25% und kleinen Straßen und Radwegen fast ohne Verkehr zu 75%.
Es waren ja auch nur knapp 12 km, die ich heute von Cervignano nach S.G.d.N. gelaufen bin. Das Bein spielt gut mit. Es sieht so aus, als könnte ich weiter gehen. Ich habe die 100km bis Venedig in 5 Etappen unterteilt und werde es also dementsprechend langsam angehen lassen.
Gestern stand Palmanova auf dem Besichtigungsplan. Die Stadt ist ein Beispiel für eine auf dem Reißbrett geplante Siedlung, die der Republik Venedig als Verteidigung dienen sollte. Der erste Verteidigungsring entstand nach 1593, der dritte und letzte unter Napoleon.
Die Stadt hat ihren Grundriss bis heute behalten. Der gesamte Verkehr wird durch die drei Stadttore in Richtung Udine, Aquileia und Cividale geführt.

Blick auf die Ausfahrt aus dem Stadttor in Richtung Udine
Liebste, beste Uta, Du verrücktes Huhn! Da soll ich also in einigen Wochen unter den Bänken von Syrakus nach Deiner Hinterlassenschaft für mich suchen! Ich hoffe, ich bekomme dann noch eine detaillierte Wegbeschreibung.


San Giorgio di Nogaro ist nicht weiter interessant, das einzige bemerkenswerte Gebäude ist das dreiflügelige Rathaus, den Seitenflügel links im Bild gibt es auf der rechten Seite auch noch einmal.
Ich habe keine Ahnung, wann ich mich wieder melden kann, spätestens in Venedig wird es möglich sein. Bis dahin! Thomas, der jetzt Pizza essen geht (18.00 Uhr)

Sonntag, 8. November 2009

Grado - Aquileia



In Grado ist Nachsaison. Das bedeutet, dass 90 Prozent der Gäste ältere Ehepaare aus dem deutschsprachigen Raum sind, deren Kinder aus dem Haus sind und die in ihrem Urlaub auch keine mehr haben wollen. Ganz so leer wie es auf dem Bild scheint, ist der Ort nicht. Am Nachmittag kam die Sonne durch, Spaziergänger bevölkerten die Promenade, ein Herr ging baden. Ich habe den Strand abgesucht und die Beute fotografiert, da ich sie ja nicht mitnehmen kann.


Habe noch viel mehr gesammelt!

Außer den vielen Hotels, die die Stadt umschließen, gibt es eine kleine Altstadt mit einem Ensemble aus der Kirche Santa Maria della Grazie, der Kathedrale und dem dazwischen gelegenen Baptisterium.



Die Kathedrale ist auf dem Fundament einer Kirche aus dem 4, Jahrhundert errichtet. An einer Stelle im Kirchenschiff ist der Fußboden geöffnet und man kann das Mosaik auf dem Grab eines Petrus lesen, der 451 hier beerdigt wurde.



Heute hat der Wetterbericht ins Nasse getroffen, es nieselte den ganzen Tag. Ich war 6 Stunden in Aquileia unterwegs. Aquileia war die bedeutendste Hafenstadt des Römischen Reiches im oberen Mittelmeerraum. Von der ganzen Herrlichkeit sind heute nur noch die Böden übrig.

Die Patriarchalkathedrale mit ihrem 72m hohen Glockenturm, der aus den Steinen der Ruine des Römischen Amphitheaters errichtet wurde, ist vom Patriarchen Poppo 1031 geweiht worden. Auch sie entstand auf den Grundmauern von Vorgängerbauten. Dem Patriarchen (Erzbischof) von Aquileia unterstanden bereits im 6. Jahrhundert dreißig Bischöfe in ganz Norditalien und jenseits der Alpen. In der Kirche und der modernen Krypta (unter dem Vorplatz und um den Glockenturm herum) sind fantastische Mosaikböden zu bewundern.



Es gibt auch noch eine alte Krypta aus dem 9. Jahrhundert, deren Ausmalung von byzantinischen Meistern aus dem 12. Jahrhundert stammt.



Bereits in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ist der Flusshafen ausgegraben und an einem archäologischen Pfad, der auf dem damaligen Flussbett verläuft, zugänglich gemacht worden. Es gibt in Aquileia auch ein Forum Romanum, ein Stück einer römischen Straße, einen Friedhof aus der Römerzeit, Grundmauern von Wohnhäusern, ein frühchristliches Kloster mit einem mehr als 50m langen Mosaik und ein Archäologiemuseum, in dem man sich noch einige Mosaike (u.a.) ansehen kann.


Schon ein etwas schräges Motiv, oder?



Römische Urnen im Garten des Archäologiemuseums.



Eure Hausaufgabe ist ein Fund am Strand. Ich wüsste gern, welches Tier zu seinen Lebzeiten diesen Panzer getragen hat.


Er hat etwa die Größe meiner Handfläche. Wer weiß was?


Da ja Sonne gewünscht wurde (von einer einzelnen Dame), gibt es heute wieder einen Sonnenuntergang, die Aufnahme ist aber von gestern.

Schönen Start in die Woche (und das ist genauso gemeint!) wünscht Euch Thomas (19.30 Uhr)